Was haben wir eigentlich gegen Socken?

 

Es beginnt mit dem Adventskalender, geht weiter mit Nikolaus und findet seinen Höhepunkt an Weihnachten – kürzlich wurde mir bewusst, dass der Geschenke-Wahnsinn wieder losgeht, als ich mit einem befreundeten Pärchen darauf kam, was in die jeweiligen Adventskalender des Partners bzw. der Partnerin und in die der Kinder so alles hinein gepackt wird. Ein Wert von 50 Euro pro Türchen soll dabei keine Seltenheit gewesen sein. Auf der anderen Seite ist mir vor wenigen Tagen in einer Instagram-Story aufgefallen, dass es auch anders geht, dort wurde nämlich beispielsweise eine große Packung Sticker auf zwei Türchen aufgeteilt. Schließlich ist ja noch nicht Heiligabend! 

 

Ich nehme mich selber gar nicht aus, auch ich habe als Kind nicht ein Spielzeug, sondern mehrere bekommen, nicht eine Puppe, sondern noch ein Puppenhaus dazu und und und… Und im Nachhinein fällt mir auf, wie überfordernd das doch irgendwie auch war bzw. ist und wie schnell ein Großteil der Geschenke letztlich links liegen gelassen wird. Kids aber noch mal außen vor gelassen – auch, oder gerade im Erwachsenenalter gibt’s doch manchmal nahezu ein Battle, wer wem was schenkt und ganz wichtig, das selbst gekaufte Präsent darf nicht wesentlich günstiger gewesen sein als das Geschenk, das man selbst bekommt. Und auch hier ist mir der Gedankengang nur allzu vertraut, gleichzeitig sollte er aber überflüssig sein. Schließlich – und ja, der Satz klingt etwas abgedroschen – zählt der Gedanke. 

 

Vor allem wenn es um Präsente geht, die eine Halbwertszeit von ein paar Tagen oder Wochen, vielleicht auch von ein paar Monaten haben, sollte man sich die Frage stellen: Gibt’s nicht etwas, das länger Freude bereitet und nicht nur für ein kurzweiliges „Yippie“ sorgt? Und genau so kam ich auf die Headline dieses Artikels. Zu einem meiner letzten Geburtstage habe ich mir Socken gewünscht. Mein Wunsch wurde erhört – und auch drei Jahre später gehört dieses Paar zu meinen Lieblingsstrümpfen. Ich selbst hätte mein Geld vermutlich für etwas anderes ausgegeben. Und genau deshalb waren sie so ein gutes Geschenk…

 

Eure Kristina

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