Ein guter Tag

 

Diesen Monat, genauer gesagt am 15. November, findet der alljährliche Recycling Day statt – zumindest in Amerika. Aber warum eigentlich nur dort? Vielleicht haben einige von euch ja Lust, den Tag ebenfalls zu nutzen, um sich ein bisschen näher mit dem Thema auseinanderzusetzen und beispielsweise einen Tag lang zu versuchen, keinen oder möglichst wenig nicht recycelbaren Abfall zu produzieren? 

Durch Recycling wird Müll wieder nutzbar gemacht, das bekannteste Beispiel sind vermutlich Mehrwegflaschen, die bis zu 50 Mal wieder befüllt werden können.

 

Getränkekartons bestehen statt aus einem Kunststoff meist aus einem Mehrschichtmaterial, das schwerer zu recyceln ist. Plastik-Joghurtbecher sollen „löffelrein“ sein und der Aluminiumdeckel muss abgetrennt und gefaltet und die Papierbanderole gesondert im Papiermüll entsorgt werden. Das machen vermutlich – noch – eher wenige Menschen. Schon beim Produktkauf generell kann auf Recyclinglogos wie „Der Grüne Punkt“ geachtet werden. Je häufiger Produkte mit Recyclingmaterial gekauft werden, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass künftig mehr Unternehmen die Wichtigkeit des Themas erkennen.

 

Altpapier wird in Deutschland übrigens bereits zu fast 90% recycelt. 2018 hat die deutsche Papierindustrie rund 75% Altpapier zur Papierproduktion und nur ein Viertel aus frischen Holzfasern produziert. Im Bereich Toilettenpapier ist das noch ausbaubar; Recyclingpapier verbraucht in der Herstellung insgesamt deutlich weniger Energie und Wasser. Übrigens: Schmutzige Papierverpackungen wie Pizzakartons gehören in den Restmüll. Außerdem wichtig: Ausgediente Elektrogeräte und Batterien, die sich ja leider nicht gänzlich vermeiden lassen, zumindest fachgerecht entsorgen und nicht einfach zusammen mit dem Hausmüll.

 

Unter anderem Wattestäbchen, Teller, Besteck und Strohhalme aus Plastik sowie auch Wegwerf-Essensverpackungen aus Styropor sind seit Mitte 2021 in Deutschland nicht mehr erlaubt. Hier kommen wir also gar nicht mehr in Versuchung…

 

Neben den Produkten des täglichen Gebrauchs und solchen aus den Bereichen Ernährung ist bei der Bekleidung ganz nach dem Motto „One person’s junk is another person’s treasure“ der Secondhand-Kaufansatz eventuell der am einfachsten umsetzbare. Auch bei Deko, Küchengeräten, Geschirr & Co. können gebraucht häufig gute Schnäppchen gemacht werden. Ansonsten lohnt es sich gerade bei neuen Kleidungsstücken auf die Materialien zu achten!

 

Pro Kopf erzeugt eine Person in Deutschland laut einer Studie über ein Kilogramm Müll am Tag. Das lässt sich doch ändern, oder? Spätestens in eineinhalb Wochen, am 15. November, wäre ein guter Zeitpunkt für den Startschuss…

 

Eure Kristina

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