Das perfekte Dinner – nachhaltig essen, aber wie?

Als ich gefragt wurde, ob ich Lust hätte, beim „Das perfekte Dinner“ – Spezial mitzumachen, war mir nicht so ganz klar, auf welche Reise ich mich begebe. Nachdem man mir erklärte, dass es eine nachhaltige Woche sein werde, konnte ich nicht anders als zuzusagen. Einmal kochen – viermal bekocht werden und dann noch über eines meiner Herzensthemen zu sprechen, das ist ein guter Deal. Aufgeregt machte ich mich an den Plan für mein Menü. Ich entschied mich dafür, etwas Veganes zu kochen. Warum? Ganz klar, eine vegane Ernährung ist die nachhaltigste Form der Ernährung. Ich selbst lebe nicht vegan, ehrlich gesagt ist es mir zu kompliziert. Da ich aus gesundheitlichen Gründen auf Zucker und Weizenmehl verzichte, ist mir eine rein vegane Ernährung zu viel. Aber ich habe mir angewöhnt, mich mindestens zu 80% vegan zu ernähren. Das ist wirklich leicht. Meine Dips werden mit Sojajoghurt zubereitet, im Salat wird auf den Fetakäse verzichtet und die Milch z.B. durch einen Haferdrink ersetzt. Meine Liste wird immer länger.

 

Aber wie ernährt man sich am nachhaltigsten?

 

Wenn du dich zu 100% nachhaltig ernähren möchtest, heißt es saisonal und regional essen, auf tierische und auch auf in Plastik verpackte Produkte verzichten. Das hört sich kompliziert an? Das ist es auch! Ich habe es ausprobiert und bin nach der ersten Woche schon an meine Grenzen gekommen. 

 

Muss es aber auch gleich zu 100% sein? Reicht es vielleicht erst einmal, dass ich mich überhaupt auf diesen Weg begebe? 

 

Für mich ganz klar: Ja. Ich bin der festen Überzeugung, dass ein nachhaltiges Leben ein langjähriger Prozess ist. Wenn du dich auch auf diese Reise begeben möchtest, dann setz dich nicht unter Druck und versuche gleich die 100% zu erreichen, denn die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass du scheitern wirst. Fang mit kleinen Schritten an. Vielleicht denkst du darüber nach, morgens zum Frühstück auf deine Wurst zu verzichten. Oder wie wäre es mit einem vegetarischen Freitag? Schau doch auch mal im Supermarkt nach BIO Lebensmitteln. (Eine kleine Anmerkung am Rande: wenn BIO draufsteht, ist auch sehr wahrscheinlich BIO drinnen :-) ) Ich bin überzeugt, wenn du es möchtest, wirst du deinen eigenen Weg finden.

 

Bei meinem Dinner-Menü habe ich mich von orientalischen Ländern inspirieren lassen. Mandeln, Kichererbsen, Datteln sind alles Nahrungsmittel, die ich liebe. Ja, mir war bewusst, dass diese Lebensmittel eingeflogen werden und dass Erdnüsse z.B. einen hohen Wasserverbrauch haben, aber all das liegt in der Ökobilanz weit hinter einem Stück Fleisch.

 

 

 

Der erste Drehtag – ich hatte die etwas undankbare Aufgabe, als erstes die Gastgeberin zu sein. Es war für mich sehr schwer, für vier bis dato fremde Personen zu kochen, gleichzeitig noch Kameras auf mich gerichtet zu wissen und Fragen zu beantworten. Ich war froh, dass ich trotzdem ganz bei mir geblieben bin. Ich hatte nicht das Gefühl, mich verstellen zu müssen und so hielt sich auch meine Aufregung in Grenzen. Als am Abend meine Gäste kamen, war ich sehr erleichtert. Alle waren super nett und hatten die gleichen Visionen von einem nachhaltigen Leben wie ich. Das machte die ganze Sache etwas einfacher. Es war ein langer Drehtag. Von morgens 9:00 Uhr bis nachts 1:00 Uhr, aber das wichtigste, es hat sehr viel Spaß gemacht. Mit dem Zug ging es weiter nach Cottbus, München und Coburg und die restliche Woche konnte ich mich entspannen und bekochen lassen. 

 

In dieser Woche habe ich mir viele Gedanken über mein Essverhalten gemacht und mir die Frage gestellt, ob ich es auch schaffen würde, komplett auf Fleisch zu verzichten. Ich möchte es ausprobieren. Ein Jahr lang werde ich kein Fleisch essen, um herauszufinden, ob es mir fehlen wird. Eventuell hast du ja Lust, dich mir anzuschließen? Schreib mir doch gerne, wenn du dabei sein möchtest.

 

Wenn du mein Dinner-Menü nachkochen möchtest, habe ich hier die Rezepte für dich.

 

Eure Barbara

Rezepte

Kokos Broccoli Suppe, verfeinert mit Granatapfel

 

Zutaten

 

500g Brokkoli

3 mittelgroße Kartoffeln

1 mittelgroße Zwiebel

1 große Knoblauchzehe

1 gestr. TL Ingwer (Pulver)

1 gestr. TL Curry

1 gestr. TL Paprika

3 Stiele Petersilie, kraus

100g Pinienkerne

100ml Kokosmilch

750ml Wasser

etwas Lauchzwiebel

Granatapfelkerne

Salz, Pfeffer

etwas Olivenöl

 


 

Zubereitung

 

Brokkoli in mittelgroße Röschen trennen, die dicken Stiele abschneiden. Ein paar kleine Röschen und die kleinen Knospen, die beim Schneiden abgefallen sind, für die Garnitur beiseite stellen. Zwiebel und Knoblauch schälen, grob würfeln. Kartoffeln schälen und ebenfalls grob würfeln. Die Petersilie grob hacken (die Stiele abschneiden).

 

Etwas Olivenöl in einem großen Topf erhitzen und die Pinienkerne darin rösten. Die Hälfte der Pinienkerne herausnehmen und beiseite stellen. Zwiebel und Knoblauch dazu geben und ein paar Minuten weiter rösten. Das restliche Gemüse, Petersilie, Curry, Paprika und Ingwer dazu geben, ein paar Minuten anschwitzen.

 

Mit dem Wasser übergießen, gut salzen, umrühren und aufkochen. Zugedeckt bei mittlerer Hitze gar kochen. Vom Herd nehmen, Kokosmilch hinzugeben und mit dem Stabmixer fein pürieren.

Lauchzwiebel in feine Röllchen schneiden. Die Brokkoli-Suppe auf 4 Teller verteilen, mit den beiseite gelegten Brokkoli-Röschen und Knospen bestreuen. Darüber erst die gerösteten Pinienkerne, dann die Granatapfelkerne verteilen.

 

Mit Lauchzwiebel-Röllchen toppen.

Zimt Möhren auf einen Erdnuss Humus - Bett, angereichert mit einem

Feigen - Minz - Couscous Salat und dazu frisches Pita Brot

 

Zutaten Zimt Möhren

 

5 Karotten

2 EL Kokosöl

2 Stiele Rosmarin

1 TL Zimt

1 TL Salz

1 Prise(n) Pfeffer

 

Zubereitung

 

Karotten schälen und in Scheiben schneiden (funktioniert mit einer Küchenmaschine wie von alleine). Rosmarin fein hacken. Karotten in einer Pfanne in Kokosöl für etwa 8 Minuten anbraten. Mit Zimt, Rosmarin, Salz und Pfeffer würzen.

 


Zutaten Erdnuss Humus

 

400 g Kichererbsen, getrocknet

200 g Erdnüsse, geröstet und gesalzen

2 Zehe/n Knoblauch

2 EL Zitronensaft

2 EL Olivenöl

2 EL Apfelessig

½ TL Chilipulver

Salz

1 TL Kreuzkümmel

1 TL Paprikapulver

1 TL Curry

3 EL Petersilie, frisch, gehackt

 

Zubereitung 

 

Die Kichererbsen am Vortag in einem Topf in der 5-fachen Menge Wasser einweichen.

 

Am nächsten Tag das Wasser abgießen, frisches Wasser auffüllen und 1,5 Stunden kochen. Das Wasser abgießen.

Die Erdnüsse in der Küchenmaschine grob hacken oder mit einem starken Pürierstab zerkleinern und anschließend zu den Kichererbsen geben.

 

In einer Pfanne mit dem Olivenöl den durchgepressten Knoblauch anbraten. Mit dem Essig ablöschen. Zusammen mit allen restlichen Zutaten zu der Nuss-Kichererbsen-Mischung geben. Ordentlich salzen und durchpürieren. Die Petersilie daruntermischen.

Zutaten Feigen - Minz - Couscous Salat

 

250 g Couscous

⅛ Liter Orangensaft

1 Zwiebel

1 kleine Zucchini

1 Paprika (rot)

10 Soft-Feigen oder Soft-Datteln

2 EL Honig

5 Blätter Pfefferminze, frisch

Salz und Pfeffer

Kurkuma

Kreuzkümmel

Curry

Garam Masala

Kurkuma

6 EL Olivenöl

 

Zubereitung

 

Den Couscous nach Packungsanleitung zubereiten, dabei aber die Hälfte der angegebenen Flüssigkeitsmenge durch Orangensaft ersetzen. Wenn der Couscous ausgequollen ist, zum Abkühlen in eine große Schüssel geben und immer wieder mit zwei Gabeln auflockern, damit nichts klumpt. 

 

Die Zucchini waschen und in kleine Würfel schneiden. Dann in etwas Olivenöl leicht anbraten und zu dem Couscous geben. Die klein geschnittene Zwiebel ebenfalls leicht anbraten und dann mit dem Honig glasieren. Wenn der Honig geschmolzen ist und kleine Blasen wirft, vom Herd nehmen und zu dem Salat geben. Dann die klein geschnittene Paprika und die ebenfalls zerkleinerten Soft-Früchte hinzugeben und alles gut vermengen.

 

Die Pfefferminzblätter gut waschen, trocken tupfen, klein hacken und ebenfalls mit zum Salat geben. 

 

Den Couscous-Salat mit orientalischen Gewürzen abschmecken. Anschließend noch ca. 6 EL Olivenöl hinzugeben und alles gut vermengen. 

 

Der Salat hat eine fruchtig-herbe Note und passt auch gut zu Gegrilltem.


Schoko Tartelettes mit Salzkaramell - aus dem besten der Mandel, gesüßt mit Datteln und verfeinert mit Pistazien

 

Für die Tartelette-Böden

 

100 g Mandelblättchen

160 g feine (glutenfreie) Haferflocken

150 g entsteinte Medjoul-Datteln

4 EL Ahornsirup

1-2 TL Zimt

1 Prise Meersalz

 

 

Für die Füllung

 

170 g Cashewkerne

120 g dunkle Kuvertüre

1 EL Kakao

3 EL Ahornsirup

Für das Dattelkaramell

4 entsteinte Medjoul-Datteln

4 EL Ahornsirup

1 große Prise Salz

60 ml Pflanzendrink

1 TL Zimt

1 TL Zitronensaft

 

 

Zum Garnieren

 

3 TL gehackte Pistazien (oder alternativ gehackte Haselnüsse, geschälte Hanfsamen oder Kakaonibs)

 

Weitere vegane Schokostückchen zum Verzieren

 

Außerdem: Tartelette-Förmchen mit Hebeboden

 

 

Zubereitung

 

170 g Cashewkerne für die Füllung über Nacht oder mindestens 4-6 Stunden in Wasser einweichen lassen. Dieser Vorgang kann beschleunigt werden, wenn Ihr heißes Wasser benutzt. Danach das Wasser abgießen und die Kerne leicht trocken tupfen.

 

Alle für die Tartelette-Böden angegebenen Zutaten in einen Mixer geben und zu einer gleichmäßigen, leicht klebrigen Masse verarbeiten. Die Masse in die Tarte-Förmchen füllen, gut andrücken und einen Rand formen. 

 

Die dunkle Kuvertüre hacken und in einer Schüssel über einem heißen Wasserbad schmelzen lassen. Die weichen, abgegossenen Cashewnüsse zusammen mit der geschmolzenen Kuvertüre, 1 EL Kakao und 3 EL Ahornsirup in einen Mixer geben. Zutaten zu einer zähflüssigen Creme verarbeiten. Die Schokocreme mit Hilfe von zwei Löffeln in die vorbereiteten Tartelettes füllen und diese für 15 Minuten in das Tiefkühlfach oder 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

 

In der Zwischenzeit alle für das Dattelkaramell angegebenen Zutaten im Mixer fein pürieren und das Dattelkaramell mit Salz abschmecken. Die Konsistenz des leckeren Dattelkaramells kann mit Pflanzendrink bei Bedarf noch gestreckt werden. Die Schokoküchlein aus dem Gefrierfach holen, mit Dattelkaramell versehen und mit gehackten Pistazien garnieren. 

 

Die Schoko-Tartelettes bis zum Verzehr im Kühlschrank aufbewahren. Am Besten schmecken sie, wenn Ihr sie etwa 60 Minuten vor dem Servieren aus dem Kühlschrank holt.


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