App dafür!

Jede/r Deutsche verbringt im Schnitt 24 Jahre, 8 Monate und 14 Tage des eigenen Lebens online – zu diesem Ergebnis führt eine Studie des VPN-Anbieters NordVPN. Und nachdem Barbara hier kürzlich ja bereits von ihrem Experiment „Handyfreie Zeit“ berichtet und erklärt hat, warum auch das mal wichtig ist, könnte man meinen, der folgende Artikel sei ein Widerspruch zu diesem löblichen Ansatz. Eher trifft es aber: Wir setzen noch einen drauf auf die handyfreie Zeit und nutzen die, die wir am Smartphone verbringen, vielleicht noch etwas sinnvoller – und im wahrsten Sinne des Wortes nachhaltiger. Deshalb möchte ich euch hier drei Apps vorstellen, die zu einem nachhaltige(re)n Leben anregen, und das auf unterhaltsame, spielerische Art und Weise. 

Green Fashion Challenge App

 

Die Green Fashion Challenge App soll dabei helfen, individuelle Ziele fürs Mode-Shopping festzulegen und zu erreichen – und hat dabei, wie der Namen schon verrät, natürlich nachhaltige Mode im Fokus. An der Leuphana Universität Lüneburg entwickelt, können Userinnen und User der App beispielsweise angeben, wie hoch bzw. niedrig die Anzahl monatlich gekaufter Fashion-Teile sein soll oder wie hoch der Fair Trade-Anteil sein soll. Jeden Monat werden Punkte gesammelt, es gibt – im besten Fall – Auszeichnungen und damit das Ganze noch spannender wird, können Freundinnen und Freunde eingeladen und herausgefordert werden. 

 

 

Weitere Informationen unter: https://green-fashion.app

inoqo

 

Sich Gedanken um unseren Planeten zu machen, ist das eine, zu handeln ist dann noch einmal etwas ganz anderes – und der nächste wichtige Schritt. Das 2020 gegründete Wiener Start-up inoqo möchte dabei helfen. Zuerst können die drei für einen selbst wichtigsten Themen ausgewählt werden, darunter beispielsweise „Bye bye Plastik“, Regional statt global“, „Ohne Tier, gönn‘ ich mir“ oder „Bio? Logisch!“. Anschließend wird der eigene Ernährungsweg angeklickt, von Allesesser/in bis Veganer/in. Nach dem Einkauf kann der Bon schließlich in der App gescannt werden und selbige berechnet den CO2 Impact und zeigt an, ob die zuvor festgelegten Angaben und Ziele mit den Zutaten der eingekauften Produkte vereinbar sind. Falls nicht, werden Alternativen vorgeschlagen. Wer nachhaltig handelt, wird mit Punkten belohnt; wer Challenges gewinnt, wie zum Beispiel die „pflanzenbasierte Milch-Challenge“, kann unter anderem auch Vouchers von verschiedenen Unternehmen abstauben. Manchmal reichen als Ansporn vielleicht aber auch schon Infos wie: „Einer Anzahl X an Hühnern wurde durch deinen Kauf von Bio-Eiern ein besseres Leben ermöglicht.“ Aktuell befindet sich die inoqo-App in der Beta-Phase und ist bislang nur mit online findbaren Codes und noch nicht für jede/n frei zugänglich. Zugang zur App gibt´s aktuell mit dem Code: INOQO2021

 

Weitere Informationen unter: https://www.inoqo.com

Codecheck

 

Produkte checken, gesünder einkaufen! Lebensmittel, Kosmetik, Haushalt & Co. – nicht alles, was gesund aussieht, hat auch gesunde, nachhaltige Inhaltsstoffe. Mithilfe der Codecheck-App können die Barcodes auf den Produkten gescannt werden und sofort werden ein Bewertungskreis und/oder eine Nährwert-Ampel angezeigt. Rot alarmiert bei bedenklichen Inhaltsstoffen, die beispielsweise im Verdacht stehen, Krebs oder Allergien zu erzeugen oder die Umwelt belasten. Bei Lebensmitteln wird über die Nährwert-Ampel die Menge an enthaltenen Fetten, gesättigten Fettsäuren, Zucker und Salz angezeigt sowie beispielsweise die Info, ob mit E-Nummern gekennzeichnete Zusatzstoffe verwendet wurden. Bei Bedarf warnt die App auch vor Produkten, die nicht vegan, vegetarisch, gluten- oder laktosefrei sind. Herkunft, Hersteller, Preis und gegebenenfalls Alternativen gibt’s außerdem direkt auf einen Blick. Die Beurteilungen beruhen auf Meinungen unter anderem von Greenpeace, WWF, Food Standard Agency, Verbraucher Initiative e.V., Stiftung für Konsumentenschutz, Natürlich Leben oder Vier Pfoten.

 

Weitere Informationen unter: https://www.codecheck.info

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